Müll entsorgen – eine Wissenschaft?

Über 37 Millionen Tonnen Abfall produzierten die Menschen in Deutschland allein im Jahre 2011 (lt. statistischem Bundesamt). Natürlich kommt in jedem Haushalt eine Menge Müll zusammen. Das beginnt mit Alufolien, geht über Küchenabfälle bis hin zur Zeitung. Ob Altpapier, Batterien oder Restmüll, alles muss sorgsam sortiert in die richtigen Behälter wandern. Der meiste Müll fällt erfahrungsgemäß in der Küche an, allerdings auch der unterschiedlichste. Vor allem Getränke- und Speisenverpackungen und -flaschen neigen zur Geruchsbildung und können Fliegen und anderes Getier anlocken. Bei der Mülltrennung entstehen Probleme, deren Lösung eine Wissenschaft für sich ist.

Gelbe Tonne, grüner Punkt, alles klar?

Mülltrennung ist tatsächlich für viele Leute ein echtes Problem. Jeder möchte gern die Umwelt schonen, möchte, dass alles fein säuberlich entsorgt und nach Möglichkeit wieder aufbereitet und verwertet wird. Mit ein paar Grundregeln lässt sich ein System einhalten, das die Sache vereinfacht. In die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack gehören Alufolien, CD’s, Kunststoffe (Plastik), Verbundmaterial (Milch-, Saft- und Weinkartons) und Grüne Punkt Verpackungen sowie Metall wie beispielsweise Flaschendeckel. In die braune / grüne Biotonne kommen Abfälle aus der Küche (Speisereste außer Knochen, Fisch und Fleisch), Garten- und Pflanzenabfälle (Unkraut, Grünzeug, Zimmerpflanzen) und anderweitiges kompostierbares Material (z.B. Küchentücher, Servietten, Torf).

müll-blaue-tonne

blaue Papiertonne

In die Biotonne gehört natürlich kein Müll in Plastiktüten, sondern nur in Papiertüten! In der grauen / schwarzen Restmülltonne lassen sich Asche, restliche Küchenabfälle (Fleisch, Fisch, Knochen), Staubsaugerbeutel, Windeln und ähnliches deponieren. Bleiben noch die blaue Papiertonne oder ein größerer Papiercontainer, in die daheim gesammelte Kataloge, Prospekte, Zeitungen und anderes unbehandeltes Altpapier gelangen. Ebenfalls in spezielle, von den Gemeinden aufgestellte Container gehören, farblich getrennt, leere braune, grüne und weiße Flaschen und Gläser. Weitere Container stellen die Kommunen für größeren Gartenabfall, wie Sträucher, Zweige und kleinere Baumstämme zur Verfügung. Sonder- und Sperrmüll unterliegt eigenen Vorschriften (Wertstoffhöfe).

Die besagten Tonnen werden meist von der Hausverwaltung gestellt, doch vor allem in ländlicheren Gegenden muss man sich selbst um die verschiedenen Tonnen bemühen und diese bei den Kommunen beantragen. In dem Zuge kann man auch mal über Mülltonnenboxen nachdenken – diese dienen dazu die Mülltonnen in schön aussehende Boxen zu verstauen. Diese kann man mittlerweile sogar online und in speziellen Geschäften, die stylische Mülltonnenboxen in der Ausstellung anbieten, kaufen. Hier kann man zwischen Boxen aus Edelstahl oder verschiedenen Hölzern wählen und so das Nützliche mit dem Schönen vereinen.

Besonderheiten beachten

Aus Hygienegründen sollten in der Wohnung Abfälle in verschließbaren Behältern höchstens zwei Tage stehen bleiben. Besonders leicht riechendes Material (z. B. Biomüll) lieber auf Balkon oder Terrasse deponieren. Kompostierbares kann z.B. im eigenen Garten verwendet werden, alles andere landet dann entweder in einer Müllverbrennungsanlage oder wird mittels Recycling wiederverwertet.

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